Debunked: „Mit 80 Beweisen über die Flache Erde“

Dieser Debunking-Artikel bezieht sich auf das Video „Mit 80 Beweisen über die Flache Erde“ , das anhand einer Liste von 80 Punkten beweisen möchte dass die Erde flach sei.
Von Alexander T. Nikol

1. Flacher Horizont
Eine schlichte Lüge. Der Horizont wandert bei zunehmender Höhe immer weiter nach unten. Bei 10km Flughöhe befindet sich der Horizont bereits 3.2° unter Augenhöhe. Mehr dazu in Punkt 2. Eine Krümmung ist auch bei 10 Kilometern schon erkennbar. Besonders gut zu sehen war sie bei Transatlantikflügen mit dem Überschallflugzeug Concorde, das in bis zu 18 km Höhe flog.

2. Horizont immer auf Augenhöhe
Auch dies ist schlicht und einfach gelogen. Bei einer Flughöhe von 10km befindet sich der Horizont circa 3.2° unterhalb der Augenhöhe. Dies kann problemlos nachgewiesen werden und entspricht dem Ergebnis, das nach einer geometrischen Berechnung zu erwarten wäre (mit 6370km Radius des Planeten).

Geometrische Berechnung: (Achtung: nicht maßstabsgetreu!)
Angenommene Flughöhe: 10km
Entfernung des Horizonts bei 10km Flughöhe über Satz des Pythagoras:

Berechnung von α:

Berechnung von δ (Winkel des Horizontes unter der Augenhöhe)

Der hier berechnete Wert kann während eines Fluges mit einfachen Mitteln (ein mit Wasser teilgefüllter Schlauch zur internen Referenz und ein daran angebrachter Winkelmesser) überprüft werden.

3. Wasser auf gerader Höhe
a) Die gleiche Höhe des Wassers bezieht sich auf den Abstand der Oberfläche vom Schwerezentrum des Planeten. Zwei Punkte, die den gleichen Abstand zum Planetenmittelpunkt haben, haben wegen des Gravitationsgesetzes eine gleich große potentielle Energie.
b) Die Rotation der Erde führt in der Tat zu einer Zentrifugalkraft auf die Wassermassen der Weltmeere. Dies zeigt sich durch den zweiten Flutberg, der 12 Stunden nach dem Durchgang des Oberflächenpunktes zwischen Erdmittelpunkt und Mond auftritt.

4. Flüsse fließen immer bergab
Das Wasser in Flüssen befindet sich im Gravitationsfeld des Planeten und versucht durch die Verringerung des Abstands zum Gravitationszentrum seine potentielle Energie zu verringern. (Im Video wird behauptet, Flüsse müssten auf einer kugelförmigen Erde bergauf fließen. Weshalb sollten sie das tun?)

5. Anpassung der Wasseroberfläche an die Erdkrümmung
Erklärung siehe Punkt 3a. Beweis ist beispielsweise das „Bedford Level Experiment“. (Wieder eine glatte Lüge) Was meint der Autor mit „exponentielle Zunahme“?

6. Vermessungstechnik
a) wird in den meisten Fällen aus praktischen Gründen und Irrelevanz vernachlässigt
b) bei Landvermessung von beispielsweise großen Farmen in Amerika muss unter der Annahme einer Kugeloberfläche gearbeitet werden.
c) Winkelmessungen zwischen drei beliebigen Punkten auf der Erdoberfläche mit hochpräzisen Theodoliten zeigen Innenwinkelsummen der entstehenden Dreiecke von mehr als 180°, was nur auf dreidimensionalen Oberflächen möglich ist.

7. Suezkanal
Da die Ozeane miteinander verbunden sind, kann Wasser vom einen zum andern strömen. Dadurch hat sämtliches Oberflächenwasser der Weltmeere die gleiche potentielle Energie und somit die gleiche Höhe. (Kommunizierende Röhren)

8. Bahnstrecke London-Liverpool
Da die Gravitationskraft alle Objekte in Richtung des Schwerezentrums des Planeten ziehen, sind die Vektoren nicht parallel, wie es im Video durch eine Achterbahn dargestellt wird.

9. Bahnstrecken allgemein
Züge „steigen“ nur, wenn sie ihre potentielle Energie im Erdschwerefeld verändern. Der gleiche Abstand vom Schwerezentrum bedeutet die gleiche potentielle Energie, sodass die gekrümmte Bahnstrecke nicht als Steigung zu betrachten ist. Im Video ist bei 6:45 auch erkennbar, wie ein TGV-Zug eine nicht perfekt ebene Strecke entlangfährt.

10. Höhenkorrektur bei Flugzeugen
Steigt ein Flugzeug leicht, erhöht es seine potentielle Energie. Da jedoch der Luftdruck mit zunehmender Höhe abnimmt, verliert das Flugzeug an Auftrieb und sackt wieder ein Stück nach unten. Das Flugzeug wird etwas schneller und der Auftrieb steigt wieder. Dies ist ein kontinuierlicher Energieaustausch. Piloten müssen somit nicht ihre Nase nach unten drücken, da das Flugzeug das von selber erledigt.

11. Airys Failure / Sterne bewegen sich relativ zur stationären Erde
Hier wird nichts über das Experiment von George Biddell Airy erläutert, es wird einfach nur aufgelistet. Der Autor scheint absichtlich nicht erklären zu wollen, wie das Experiment aufgebaut war, und was die Schlussfolgerungen sind.

12. Olbers-Paradoxon
Diese Annahme vernachlässigt
a) Dass die Materie im Universum nicht gleichmäßig verteilt ist.
b) der Dopplereffekt das Licht weit entfernter Quellen stark rotverschiebt, sodass weniger Licht für das menschliche Auge erkennbar ist.
c) dass das Universum zwar unendlich groß sein kann, aber bewiesener Weise nicht unendlich alt ist. Das Licht der weitest entfernten Galaxien hat uns noch gar nicht erreicht, und wenn es dies tut, wird es zu rotverschoben sein, um von uns wahrgenommen werden zu können.
d) Bezüglich Wald mit Bäumen: Falsche Analogie: Licht kann anderes Licht durchdringen, feste Materie nicht.

13. Michelson-Morley-Experimente
Der Autor geht von einer falschen Annahme aus: Das Michelson-Morley-Experiment sollte nicht die Erdrotation beweisen, sondern das Vorhandensein eines Trägermediums für elektromagnetische Wellen („Lichtäther“). Die Experimente bewiesen nur, dass es diesen Lichtäther nicht gibt und wurden später durch Einsteins Relativitätstheorie erklärt. Im Video ist Michelson falsch geschrieben.

14. Tycho Brahe/ Parallaxen
Der Kommentator des Videos bezieht sich auf Parallaxeneffekte der Sternenbilder. Brahe nahm die Entfernung der Erde zu den Sternen falsch an, Parallaxen konnten damals nicht richtig gemessen werden. Außerdem hatte Brahe kein Teleskop und musste sich auf das Auflösungsvermögen seiner Augen verlassen (typischerweise 0.5 bis 1.0‘). Heutzutage ist dies problemlos möglich, die nächsten Sterne zeigen Parallaxen von wenigen Millibogensekunden.
„Sterne bewegen sich auf fixen Bahnen“: Nein, die Sterne haben Eigenbewegungen, die unabhängig zur Position der Erde sind. Barnards Pfeilstern (Hipparcos-Katalog-Nummer HIP 87937) beispielsweise hat eine relative Geschwindigkeit zum Sonnensystem von 140km/s. Dies ist mit gutkalibrierten Instrumenten messbar. Außerdem kann es sein, dass der Autor Parallaxe und Erdrotation verwechselt.

15. Kanonenkugeln
Die minimale Abweichung kommt daher, dass die sich mitdrehende Atmosphäre das Projektil einigermaßen stationär über dem Kanonenrohr festhält. Des Weiteren wird bei der Annahme die Tatsache vernachlässigt, dass das Projektil nicht nur kinetische Energie in Schussrichtung, sondern auch in Rotationsrichtung der Erde besitzt.

16. Stationär stehende Drohnen
Die Atmosphäre dreht sich mit. Täte sie das nicht, könnte man am Boden Windgeschwindigkeiten von 1600km/h am Äquator, 800km/h in mittleren Breiten und Windstillstand an den Polen messen. Windgeschwindigkeiten über der Schallgeschwindigkeit (343m/s 1235km/h bei 20°C in Luft) sind jedoch wegen des zu schnellen Energieverlustes unmöglich. Des Weiteren müsste die Windgeschwindigkeit auf der Südhalbkugel bei einer flachen Erde noch schneller sein als die am Äquator.

17. Felix Baumgartner
Siehe 16) Die Atmosphäre dreht sich mit dem Planeten mit.

18. Gravitation und Atmosphäre:
a) Gravitation ist nicht „magisch“, sondern messbar und verifizierbar.
b) Die Atmosphäre hat keine obere feste Grenze, sondern der Luftdruck nimmt exponentiell ab. Das ist der Grund, warum auch die ISS in ca 400km Höhe durch die Reibung der Atmosphäre verlangsamt wird und regelmäßig durch Triebwerkszündungen beschleunigt werden muss.
c) „Angewendete Kraft dem einzelnen Objekt anpasst“ beschreibbar durch folgende, von Newton zuerst beschriebene Formel:

Die Erläuterung der einzelnen Größen und die Anwendung erfolgt unter den Punkten 23 und 60.

19. Projektile
Sie verhalten sich auch unterschiedlich. Scharfschützen müssen unter anderem auch die Corioliskraft in Betracht ziehen, wenn sie die Flugbahn eines Projektils berechnen wollen. Das im 1. Weltkrieg eingesetzte Paris-Geschütz hatte bei einer Reichweite von 130km eine Flugzeit von 3 Minuten und musste die Erdrotation in Betracht ziehen. Der Effekt ist jedoch sehr klein und moderne computergestützte Waffensysteme kompensieren dies von selber. Lediglich nicht angetriebene, ballistische Projektile haben Probleme damit. Die im Video gezeigten Raketen leiden nicht unter diesem Problem. Torpedos auch nicht.

20. Flugzeiten
Erklärung siehe Punkt 16. Die Atmosphäre dreht sich mit. Es geht nur um relative Geschwindigkeiten, bewegendes Bezugssystem.

21. Landebahnen
Erklärung siehe Punkt 16. Die Atmosphäre dreht sich mit.

22. Wolkenbewegungen
Verantwortlich für die Bewegungen der Wolken ist Wind, verursacht durch das Bestreben des Gases, Luftdruckunterschiede in lateraler Richtung auszugleichen. Diese sind durch Barometer problemlos messbar und bewegen sich im zweistelligen Millibarbereich. Verschiedene Schichten können sich deswegen auch in verschiedene Richtungen bewegen. Außerdem: Wieso sollte sich das auf einer flachen Erde anders verhalten?

23. Messbarkeit der Erdrotation
Die Bahuptung, die Erdrotation sei nie bewiesen worden, ist eine Lüge. Sie ist beweisbar durch Gewichtsmessungen auf einem fest stehenden Punkt und in einem Flugzeug, dass in die Gegenrichtung der Erdrotation (nach Westen) fliegt. Dort fällt die Zentrifugalkraft weg, sodass das dort gemessene Gewicht etwas höher ist als das an einem festen Punkt auf der Oberfläche.Ein Beispiel: Ein Mensch von 100kg Masse fliegt am Äquator in einer Höhe von 10 km westwärts, so schnell, dass er den Planeten in 24 Stunden einmal umrundet. Auf ihn wirkt somit nur die Gewichtskraft:

Befindet er sich jedoch stationär über dem Erdboden, beispielsweise in einem Fesselballon, auch in 10km Höhe, wirkt auf ihn zusätzlich eine Zentrifugalkraft:

Somit wirkt eine geringere Gesamtkraft von 97527.7 N auf ihn Sein messbares Gewicht ist somit 0.47% geringer Ein Flug nach Osten verstärkt den Effekt der Zentrifugalkraft zusätzlich. Dieser Effekt, der einzig durch die Erdrotation erklärbar ist, ist auf regulären Linienflügen problemlos mit einer einigermaßen präzisen Waage und Testgewichten möglich.
Mehr Berechnungen, die auf die Gravitationkraft und Zentripetal/Zentrifugalkraft zurückzuführen sind, finden sich unter Punkt 60. Dort werden auch die eingesetzten Größen G, M und T näher erklärt
Bezüglich Sinneswahrnehmung: Da die Erdrotation keinen nennenswerten Unterscheid für das alltägliche Leben macht, ist die evolutionäre Entwicklung eines Sinnesorgans dafür nicht sinnvoll.
„Unser Gleichgewichtsorgan lässt sich nicht überlisten“: Dies ist falsch. Wir können nicht wahrnehmen, ob man sich in einem Bewegenden Objekt (Zug/Flugzeug) befindet, das sich mit konstanter Geschwindigkeit bewegt, weil wir keinen Bewegungssinn, sondern nur einen Beschleunigungssinn (ohne visuelle Referenz) haben.Die Wahrnehmung der Bewegung erfolgt entweder durch den Anblick der Umgebung, oder dem Beschleunigungssensor im Innenohr. Ein perfekt gelagertes, nicht beschleunigendes, sich bewegendes System ist jedoch nicht von einem Ruhenden zu unterscheiden (Newtons erstes Gesetz).

24. Schiffsnavigation
Wieder eine glatte Lüge. Schiffsrouten auf der Südhalbkugel erreichen oft die antarktischen Gewässer, was auf einer flachen Erde ein großer Umweg wäre. (z.B AustralienàSüdamerika)

25. Antarktiserforschung / HMS Challenger
die HMS Challenger umrundete nicht nur die Antarktis, sie fuhr auf der Expedition bis in den Nordpazifik, Japan, Hawaii, auch Kapstadt, Buenos Aires. Der Autor des Videos stellt es falsch dar, dass die Challenger nur kreisrund Antarktika umrundet hätte.

26. Antarktis-Flugrouten
a) ein Großteil der Menschen lebt auf der Nordhalbkugel, SüdhalbkugelàSüdhalbkugel-Flüge sind deshalb selten
b) Flugrouten über die Antarktis gibt es, beispielsweise Sydney (AUS)à Cape Town (RSA).
c) Begründung „niedrige Temperaturen“ ist sinnlos, auch der Nordpol wird regelmäßig überquert, beispielsweise FrankfurtàLos Angeles. Des Weiteren sind Flugzeuge sowieso Temperaturen um -50°C ausgesetzt, sie herrschen in 11km überall über der Erde.

27. SydneyàSantiago
a) Die Flüge laufen über den Großkreis auf der Erde, dies erscheint auf flachen Karten als Bogen.
b) Direktflüge sind verfügbar. Beispielsweise Quantas Airlines Flug 27. Der Direktflug dauert nur circa 11 Stunden und stimmt gut mit den 11350 km Entfernung überein. Die Werte sind hier nachlesbar: https://de.flightaware.com/live/flight/QFA27

28. + 29. Direktflüge Südhalbkugel
Direktflüge verfügbar Siehe 26) und 27)

30. Hitzewellen
Die Lichteinstrahlung ist bei 150 Millionen km nicht abhängig von der Entfernung der Lichtquelle, sondern vom Einstrahlungswinkel. Die Sonne strahlt direkt von oben auf den Äquator (an den Äquinoktien), jedoch zum gleichen Zeitpunkt in einem sehr flachen Winkel auf einen Punkt nahe der Pole, sodass die gleiche Menge Sonnenenergie dort mehr Fläche erwärmen muss als am Äquator.

31. Flora und Fauna an den Polen
Die Neigung der Erdachse um 23.5° gegenüber der Ekliptik verursacht große Unterschiede in Tageslängen an den Polen im Verlauf eines Jahres. Am den Polen herrscht jeweils ein halbes Jahr Tag und ein halbes Jahr Nacht.

32. Unterschiede in Temperatur zwischen Nord und Südpol
Verwechslung zwischen tatsächlichen Polen und Landmassen bei den Polen. Am geographischen Nordpol gibt es keine Landmasse, die gezeigten Bilder von Blütenpflanzen und Siedlungen stammen wahrscheinlich aus Grönland 1000-2000km weiter südlich. Des Weiteren liegt das Zentrum des antarktischen Kontinents unter einer bis zu 4km dicken Eisschicht. Deswegen ist die Luft dort viel kälter, vergleichbar mit hohen Lagen in Hochgebirgen. Dies wirkt zusätzlich zu der sehr geringen Lichteinstrahlung und verursacht noch tiefere Temperaturen als in der Arktis.
(Hier wird im Video die Neigung der Erdachse als Erklärung ohne Argumente abgewiesen)

33. Mitternachtssonne
Dies kann man auch von beiden Polen beobachten. Auf der Südhalbkugel gibt es jedoch keine größere bewohnte Landmasse jenseits des südlichen Polarkreises. Weder Australien, noch Südamerika, noch Südafrika befinden sich auch nur in Teilen südlich des südlichen Polarkreises. Die einzigen, die die Mitternachtssonne auf der Südhalbkugel zu Gesicht bekommen, sind Antarktisforscher. Jedoch kann man mittlerweile auch hier privat Kreuzfahrten buchen.

34. Mitternachtssonne II
Geht nicht völlig konträr zur Annahme, die Erde sei eine Kugel, die Neigung um 23.5° gegenüber der Ekliptik erklärt dies. Mai bis Juli sind auf der Südhalbkugel die Wintermonate, sodass südlich des südlichen Polarkeises mit einer Polarnacht zu rechnen ist. Warum sollte dies auf einer flachen Erde Sinn machen? Wo geht dann die Sonne hin?

35. Neigung von weit entfernten Gebäuden
Die Neigung ist vernachlässigbar und extrem klein. (nur einige hundert Meter hohe Gebäude bei einem Umfang von ~40000m)
Ein Beispiel: Entfernung von 2 Türmen: 20 km
Berechnung des Neigungswinkels zwischen den Türmen:

Bei zwei Gebäuden, die direkt gegenüber an der gleichen Straße stehen, ist der Effekt dementsprechend kleiner, circa ein Tausendstel (20m Abstand).Des Weiteren kann man nicht von Unten auf das untere Ende eines am Horizont befindlichen Objektes sehen, da die Erde im Weg ist.

36. Bedford Level Experiment
Das Problem mit dem ersten BLE war, dass es keine interne Referenz gab. Die Bedingungen bei der Messung wurden durch atmosphärische Unruhe („Fata Morgana“) gestört. Ein zweites Experiment mit in gleichmäßig angebrachten Stäben, über die gepeilt wurde, schloss dies jedoch aus und zeigte, dass die Wasseroberfläche gekrümmt war.

37. Bedford Level Experiment II
Er sah alle Flaggen, die mittleren jedoch waren „höher“. Sie schnitten die Sichtlinie zwischen dem Teleskop und der am weitesten entfernten Stange. Das bei 27:49 gezeigte untere Bild lässt den Überstand der mittleren Stangen weg.Zeichnung hierzu:

Das BLE wurde im Nachhinein weiter angezweifelt und in kann in beiden Konfigurationen an flachen, geraden Gewässern wiederholt werden Eine Fotoserie hierzu folgt demnächst. Es kam sogar zu Morddrohungen bezüglich der Durchführung der korrigierten Version

38. Philadelphia Skyline
Eventuell Atmosphärische Reflexionen.

39. New York Skyline
Eventuell Atmosphärische Reflexionen.

40. Chicago Skyline
Eindeutig eine atmosphärische Reflexion, beweisbar durch die scheinbare Streckung der Gebäude.

Willis Tower (früher Sears Tower): Deutlich zu erkennen ist, dass das Verhältnis von Höhe und Breite im rechten Bild stark verzerrt ist. Die grünen und gelben Linien sind jeweils gleich lang. Der blaue Balken im rechten Bild zeigt deutlich die langgezogene Turmspitze an. Die Auflösung des rechten Bildes lässt Raum zur Spekulation, tendentiell ist die Breite des grünen Balkens etwas zu hoch, der gelbe Balken müsste somit noch etwas kürzer sein, was das Problem noch verschlimmert. Das linke Bild stammt aus der „Karten“ App von Windows 10.
Außerdem: Die unteren Teile der Gebäude sind nicht zu sehen, die Luftspiegelung reicht nicht aus, um sie über den Horizont zu heben. Auch dies sollte bei einer flachen Erde nicht auftreten.

41. Inseln im Mittelmeer
Siehe 38, 39, 40)

42. Inseln im Mittelmeer II 
Siehe 38, 39, 40)

43. Inseln im Mittelmeer III 
Siehe 38, 39, 40)

44. Leuchtturm Dünkirchen
Bei flacher Erde müssten Leuchttürme unendlich weit zu sehen sein, bei ausreichender Lichtverstärkung durch Fernrohre.

45. Leuchtturm Buena Vista
Siehe 44)

46. Freiheitsstatue
Siehe 41-45)

47. Kathedrale Notre Dame
Siehe 41-45)

48. Kosmische Geschwindigkeiten
a) Natürlich nicht wahrgenommen, wegen fehlender Referenzpunkte & Sinnesorgane
b) Die Zahlen sind messbar und verifizierbar
c) Es werden keinerlei Gründe für eine hypothetische Verschwörung von Wissenschaftlern genannt.

49. Polaris
a) Distanz ist nicht vorstellbar, aber bei vielen Sternen messbar, siehe Parallaxe.
b) Polaris bewegt sich von uns aus gesehen nicht viel, da er fast genau auf der Verlängerung der Rotationsachse des Planeten steht.
c) Im Video wird nicht darauf eingegangen, dass auf der Südhalbkugel ein anderer Polarstern, Sigma Octantis, beim südlichen Himmelspol zu sehen ist. Dies wäre auf einer Scheibe unmöglich und lässt sich nur durch die Kugelform der Erde erklären.

50. Polaris II
Polaris ist nicht südlich vom Äquator noch zu sehen. Eine schlichte Lüge des Autors. Eventuell wird hier der Stern Polaris mit dem zugehörigen Sternbild ursa minor (kleiner Bär) verwechselt, das Sternbild reicht auf bis ca 65°N herunter und dessen südlichste Sterne sollten deshalb bis circa 25°S von der Erdoberfläche knapp über dem Horizont erkennbar sein.

51. Großer Bär
Der südlichste Punkt im Sternbild des großen Bärs beim Stern „Alula Australis“ ist nur 30° nördlich des Himmelsäquators und kann daher von einem Betrachter auf 60° Süd gerade noch über dem Horizont gesehen werden.

52. Zeremonieller Südpol
a) Der Stab, der eingesetzt wird, ist ein Requisit eines Einweihungsrituals
b) So etwas, wie einen Südpolstab gibt es, außerhalb schlechter Weihnachtsmanncartoons, nicht.
c) Geomagnetischer Pol und geographischer Pol sind zwei unterschiedliche Punkte, der geomagnetische Südpol ist im Norden Kanadas, dessen Bewegung problemlos messbar ist. Die Wanderung der magnetischen Pole ist auch durch vulkanische Ablagerungen bestätigt, dies schließt Meeresboden am mittelatlantischen Rücken mit ein.

53. Geodynamo
Es wurden bereits Experimente mit großen Mengen flüssigen Eisens durchgeführt, welche das Erdinnere simulieren. Link http://complex.umd.edu/research/MHD_dynamos/MHD_dynamos.php
Verifizierung eines flüssigen Erdinneren: Schon mal etwas von Vulkanen gehört?

54. Kompasse
a) Die Bewegung der magnetischen Pole beträgt nur einige Kilometer pro Jahr
b) Kompassnadeln können auch, wenn sie senkrecht aufgehängt werden, die vertikale Komponente des Erdmagnetfeldes zeigen. In mittleren Breiten zeigt es quasi direkt nach unten, was darauf schließen lässt, dass die Quelle des Erdmagnetfeldes im Erdinneren zu finden ist.

55. Magellan
Das Video führt unter Punkt 55 kein „Argument“ gegen eine kugelförmige Erde auf. Außerdem wird nur die falsche Behauptung aufgestellt, Magellans Reisen würden als Argument für eine runde Erde verwendet. Dies ist jedoch nicht der Fall.

56. Flugverbotszone
Der Nordpol ist keine Flugverbotszone. Die Route von Frankfurt oder London an die Westküste der USA führt fast genau über den geographischen Nordpol. Fotos und Videos existieren.
Komplette Umrundungen sind allgemein schwierig, da die Treibstoffversorgung Probleme machen kann.

57. Kugelform
Hier werden keine Argumente aufgeführt, die runde Erde wird nur mit Märchen verglichen. Außerdem verwechselt hier der Autor „oben und unten“ mit „weg vom Gravitationszentrum“ und „in Richtung des Gravitationszentrums“.

58. Dichte und Auftrieb
Die gezeigte Schichtung verschiedener Flüssigkeiten nach Ihrer dichte funktioniert nicht in beschleunigungsfreien Umgebungen wie in Umlaufbahnen um die Erde oder Parabelflügen. Um Objekte nach Ihrer Dichte zu sortieren, wie es dargestellt wird, braucht es eine Gravitations- oder eine Zentrifugalkraft. Des Weiteren wird hier Newton als „Okkultist und Magier“ dargestellt. Newton befasste sich zwar stark mit Theologie, jedoch fanden seine Ansichten keine weitere Verwendung, da, sowie sämtliche andere Theologie, nichts davon zu beweisen war. Newton’sche Mechanik lässt sich jedoch problemlos mit dem richtigen Equipment verifizieren und gibt unter nicht-relativistischen Bedingungen sehr gute Ergebnisse.
Gravitationstheorie: Wurde durch zahlreiche Experimente bewiesen (z.B. Cavendish-Experiment, die Entdeckung von Monden um die anderen Planeten, etc.) und dient heute zur Vorhersage von Satellitenbahnen, Asteroidenbahnen, Beschleunigungen und Fallzeiten in Falltürmen zur Simulation von schwerefreien Umgebungen etc. Mehr hierzu unter Punkt 60.

59. Gravitation II
Weitere Beweise für Gravitation: Bewegungen in Galaxien, (hier unter Anderem das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße Sagittarius A* sowie die in der Umgebung beobachteten Sterne S0-2 und S0-102), Vögel und Insekten sind im Kräftegleichgewicht. Die auf sie wirkende Beschleunigung gleichen sie durch Flügelschlag aus. Gleiches gilt für von Menschen entwickelte Fluggeräte (Stichwort Auftrieb). Der Abstand von Sonne, Erde und Mond wird von nichts „gehalten“, er ist das Resultat des Energieerhaltungssatzes. Mehr dazu im nächsten Punkt.

60. Mond im Orbit
a) Kräftegleichgewicht: Gravitationskraft=Zentripetalkraft, durch Gleichsetzen der beiden Formeln sind sowohl Orbitalgeschwindigkeit als auch Umdrehungszeit berechenbar.

Dies gilt auch für sämtliche Satellitenbahnen. Ein Beispiel: Der geosynchrone Orbit, in dem Fernsehsatelliten positioniert sind: Aus der oberen Formel erhält man:

Wie zu erkennen ist, kürzt sich die Masse des leichteren Objektes, in dem Fall die des Satelliten, heraus. Lediglich die Masse des schwereren, in dem Fall die Erde, bleibt stehen.
Eingesetzt ergibt sich:

Die geostationären Satelliten befinden sich also 43163.8 km über dem Erdmittelpunkt, bei einem Radius von 6370 km wären das durchschnittlich 35793 km über der Erdoberfläche.
Noch eine Erläuterung: ein siderischer Tag ist die Zeit, die die Erde braucht, um sich einmal um sich selbst zu drehen. Er ist circa 4 Minuten kürzer als 24 Stunden. Die Exakt 24 Stunden eines Sonnentages beziehen sich auf die Position der Sonne, da sich jedoch die Erde um die Sonne bewegt, muss sie sich etwas mehr als eine ganze Umdrehung drehen, um den gleichen Sonnenstand herauszubekommen.
b) Ebbe und Flut: Die Behauptung, der Mond sei zu leicht für die Erzeugung von Ebbe und Flut, wird von nichts gestützt, die gängige wissenschaftliche Erklärung nur als „lächerlich“ abgewiesen. Selbiges gilt für die Hypothese, der Mond müsste nach Newton auf die Erde stürzen. Es gilt das in a) erwähnte Kräftegleichgewicht.

61. Kugelförmige Planeten-Verschwörung:
Falsche Behauptung, sämtliche Bilder, die beweisen würden, dass die Planeten Kugeln (genauer abgeplattete Spheroide) sind, stammen von Regierungsorganisationen, ist falsch. Jeder mit einem 10 cm Teleskop kann sowohl Jupiter als auch Mars und Venus problemlos als Scheibe auflösen. Ein längerer Beobachtungszeitraum des Jupiters über circa 10 Stunden im Winter kann eine ganze Rotation des Riesenplaneten zeigen.Die interne Referenz ist hierbei ein relativ stationärer Sturm auf Jupiter, der „Große Rote Fleck“.
Es wird vermutet, dass sämtliche Bilder computergeneriert sind, jedoch wird dies nicht untermauert, und es wird auch keine Möglichkeit genannt, computergenerierte Bilder von echten Aufnahmen zu unterscheiden.

62. „Planet“
Ungerechtfertigte Gleichsetzung des Begriffes „Planet“ in griechischer und lateinischer Sprache. Der Autor erwähnt nicht, warum der Name eines Objektes, der schon vor der Entwicklung der modernen Wissenschaft entstanden ist, irgendeinen Aufschluss über dessen Eigenschaften geben sollte.

63. Abstand von Erde und Sonne
Der Abstand wurde durch die Vermessung eines Venustransits 1769 sehr genau berechnet. Die mathematischen Grundlagen lieferte Edmund Halley, er starb jedoch einige Jahrzehnte vorher. Der damals errechnete Wert von ca. 150 Millionen Kilometern wurde ab damals nur noch leicht verfeinert. Wie auch in anderen Bereichen der Wissenschaft wurde der Wert anhand der vorhandenen Daten so gut es ging und geht korrigiert.
Die Annahme eines „Schwanzvergleichs“ bezüglich des Erde-Sonne-Abstandes ist sinnlos. Die dargestellten Wissenschaftler errechneten die Entfernungen so gut es ihnen anhand ihrer Daten möglich war.
Durchmesser von Sonne und Mond von 51 km: Sollte die Sonne wirklich nur 51km Durchmesser haben, wäre ihr Abstand so gering, dass der Winkeldurchmesser an verschieden Positionen auf der Erde (bei einem angenommenen flachen Erddurchmesser von 40 Tausend Kilometern) messbar unterschiedlich wäre. Dies ist nicht der Fall.

64. Amateurballons
Im Video ist keine „Fokussierung“ des Sonnenlichtes erkennbar, noch wird beschrieben, was der Autor genau damit meint. Die bei 45:04 zu sehende Reflexion zeigt genau einen Punkt des Meeres, der unter der Sonne steht und von dem Licht reflektiert wird.

65. Sonnenstrahlen
Nach dem bei 45:33 gezeigten Dreieck befindet sich die Sonne nur knapp oberhalb der Wolkendecke auf circa 3km Höhe. Da der Autor dies willkürlich auslässt, muss ihm klar sein, dass seine Darstellung seinem Weltbild ebenfalls widerspricht und deshalb die Parallelität nur perspektivisch verzerrt wird. Ein Beispiel: Parallele Gleise laufen aus dem richtigen Winkel betrachtet auch aufeinander zu:

Quelle: Fotocommunity

Quelle: Fotocommunity

Der Autor zeigt keine Möglichkeit auf, solch nachweisbare parallele Linien, die aus flachen Winkeln aufgenommen wurden von nicht parallelen Linien (in diesem Fall Lichtstrahlen) in einem Foto zu unterscheiden.

66. Erdumlaufbahn
Die Entfernung der Erde zur Sonne schwankt zwischen 147 und 152 Millionen Kilometern, was einer Abweichung vom Durchschnitt von 1.67% entspricht. Der Grund,warum es im Winter kälter ist, ist der flachere Winkel des auftreffenden Sonnenlichtes. Der Autor sagt jedoch nicht, dass es zum gleichen Zeitpunkt auf der Südhalbkugel Sommer und somit am wärmsten ist. Die Umlaufbahn der Erde ist nicht sehr exzentrisch, jedoch sind auf dem Mars aufgrund dessen viel höherer Umlaufbahnexzentrizität die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel extremer als auf der Nordhalbkugel.

67. Reflexionen
Reflexionen beschreiben per Definition nie eine Krümmung. Das einfallende und das reflektierte Licht befinden sich immer in der gleichen Ebene.

68. Sonnenuhren
Sonnenuhren gehen nicht auf Minuten genau und viele können je nach Sonnenstand nachjustiert werden. Des Weiteren gibt es keinen Grund anzunehmen, dass sich die Uhrzeiten und Schattenpositionen verändern sollten. Moderne Zeitmessungen zeigen, dass die Tageslängen seit Beginn der Satellitenvermessung leicht (ca 1µs) schwanken, da jedoch Sonnenuhren sich auf den Sonnenstand beziehen, werden diese Schwankungen hierdurch ausgeglichen.

69. Mond
a) Apollo-Verschwörung: Keinerlei Untermauerungen der Hypothese, die Apollo-Missionen seien gefälscht gewesen. Außerdem kann mit den von den Astronauten aufgestellten Laser-Reflektoren bewiesen werden, dass sich menschliche Objekte auf dem Mond befinden.
b) Form des Mondes: aus flachem Winkel beschiedene Krater sowie die Mondphasen zeigen, dass es sich beim Mond um einen sphäroiden Körper handeln muss.
c)Transparenter Mond: Keine einzige Auflistung einer Quelle ist vorhanden. Außerdem: ein transparenter Mond erklärt nicht den Kontaktverlust zwischen Bodenkontrolle und Raumschiff während der Apollo-Missionen 8,10, 11, 12, 13, 14, 15 16 und 17, jedes Mal, wenn das Schiff hinter dem Mond vorbeiflog.

70. Sonnenlicht
a) Das Sonnenlicht ist gelblich, da die kurzwelligeren Lichtwellen tendenziell durch unsere Atmosphäre stärker gebrochen werden. Aus dem gleichen Grund ist der Himmel blau. Das Phänomen nennt sich Rayleigh-Streuung. Hätten Menschen in ihren Augen einen Rezeptor für noch kurzwelligeres Licht, so würde der Himmel noch weitaus violetter wirken. Die Rayleigh-Streuung ist auch der Grund für die rötliche Färbung der Sonne bei Sonnenauf- und Untergang, da das Sonnenlicht dann eine längere Strecke durch die Atmosphäre zurücklegen muss und deswegen mehr kurzwelligeres Licht gestreut wird.
b) Kühlendes Mondlicht: Licht kann mit wenigen Ausnahmen gar nicht kühlen (Die Ausnahme ist Laserkühlung inTeilchenstrahlen). Diese Hypothese widerspricht allem, was über elektromagnetische Wellen bekannt ist. Wie sehen die Bedingungen des Experimentes aus? Wurde das Thermometer in einem temperierten, vakuumisolierten Gefäß aufbewahrt? Falls nicht, kann Wärmeabfuhr durch Wärmeleitung der Grund für die Fehlmessungen sein.

71. Reflexion durch den Mond
Ein Reflektor muss nicht flach oder konkav sein. Jedes Objekt, dass wir sehen, und das nicht selber leuchtet, streut Licht. Würde kein Licht an dem Objekt abprallen, könnten wir es gar nicht sehen, weil keine Photonen aus der Richtung des Objektes unsere Augen erreichen würde. Im Video wird eine Licht-spiegelnde Oberfläche mit einer Licht-streuenden verwechselt.

72. Finsternisse
Das Ptolemäische Erdmodell lieferte zwar gute Ergebnisse bezüglich Sonnenfinsternissen, wurde jedoch beispielsweise für die Beschreibung der Planetenbewegungen (Rückläufigkeit der äußeren Planeten) mathematisch sehr kompliziert und praktisch nicht anwendbar.

73. Mondfinsternis
Die Behauptung, man könne eine Mondfinsternis am Tag sehen, ist faktisch falsch, da der Mond sich für eine Mondfinsternis im Kernschatten der Erde und deswegen immer auf der Nachtseite des Planeten befinden muss.

74. Sonne und Mond gleichzeitig am Himmel
Es wird nicht erklärt, was genau nicht durch das heliozentrische Weltbild erklärbar ist. Ein Halbmond, der am Tag zu beobachten ist, ist gerade so möglich, der Mond steht dann genau im rechten Winkel auf seiner Umlaufbahn zur Sonne, also in Bewegung der Erde um die Sonne entweder vor oder hinter ihr.

75. Schiffe am Horizont
So wie es im Video dargestellt wird, müssen auf einer flachen Ebene die Objekte mit zunehmender Entfernung immer nur kleiner werden, jedoch dürfte der untere Teil eines Schiffes überhaupt nicht verschwinden. Bei zu großer Entfernung auf einer flachen Erde würde die Auflösung unserer Augen irgendwann nicht mehr ausreichen, um jeden Teil des Schiffes zu zeigen, nicht beginnend von unten.

76. Schiffe am Horizont II
Das Video bei 54:25 zeigt eindeutig eine atmosphärische Spiegelung, erkennbar an der schmalen, aber deutlich erkennbaren Linie zwischen Ozean und Insel. Des Weiteren ist zu erkennbar, dass das Video von einer deutlich erhöhten Position aus aufgenommen wurde. Es ist also möglich, dass die gezeigte Insel vom Strand aus nicht mehr sichtbar ist.

77. Foucault’sches Pendel
Was hier als „manchmal“ bezeichnet wird, ist, wie zu erwarten, durch physikalische Gesetze beschreibbar: Das Pendel rotiert auf der Nordhalbkugel immer im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn. Die Pendelebene rotiert mit einer Geschwindigkeit (damit gemeint ist Winkeländerung der Pendelebene pro Zeit), die vom Breitengrad abhängig ist, auf dem das Pendel steht.
Selbstverständlich muss es manuell angeworfen werden. Egal, ob man sich in einem bewegenden System befindet oder nicht, wenn das Pendel in Gleichgewichtslage ruht, wird es nicht anfangen, von selber zu schwingen. (Foucault ist im Video falsch geschrieben)

78. Corioliseffekt
Bei Waschbecken ist die Wirkung der Corioliskraft viel zu gering, da die Stärke der Corioliskraft abhängig von der lateralen Ausdehnung des Systems ist. Tornados werden schon von der Corioliskraft beeinflusst, ihre Richtungsverteilung ist nicht 50:50. Tropische Stürme wie Hurricanes beispielsweise rotieren auf der Nordhalbkugel immer gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn. Der gleiche Effekt bewirkt auch, dass rotierende tropische Stürme am Äquator selber nicht auftreten können.

79. Sichtweite auf der flachen Erde
Doppelter Standard, in den Punkten 38 bis 47 wurden Sichtweiten über 200 km verwendet, um die Flache Erde zu beweisen, hier jedoch werden Beobachtungen, die keine weit entfernten Ziele zeigen, wegen „zu schlechter Sichtverhältnisse“ als unmöglich dargestellt. Der Autor verbiegt ein Argument also so, wie es gerade zu seiner Hypothese passt, ein typischer Fall von nicht wissenschaftlichem Vorgehen.
Die Augen können für weitere Sicht durch leistungsfähige Teleskope ersetzt werden, was vom Autor ignoriert wird.
Des Weiteren wird hier behauptet, dass man nicht aus der Atmosphäre heraus in die Weiten des Weltalles schauen kann. Dies ist nicht zu rechtfertigen. Die Reichweite der Sicht entlang der dichten Atmosphäre ist endlich, sobald jedoch kein Material mehr das Licht blockieren kann, ist die Sichtweite theoretisch unendlich weit und nur noch abhängig von der Lichtsammlung des optischen Gerätes (Teleskopdurchmesser, Belichtungszeit etc.).

80. Größe der Sonne
Die Sonne verändert ihre Größe im Lauf des Tages nicht. Steht sie nah am Horizont, wird sie bei Sonnenauf- und Untergang wegen der langen Strecke, die das Sonnenlicht durch die Atmosphäre zurücklegen muss, zwar leicht verzerrt, jedoch ergeben Messungen mit einem Theodolit oder anderem Winkelmesser immer eine Ausdehnung von 30‘. Erneut eine Lüge des Autors. Im Verlauf eines Jahres ändert sich der Winkeldurchmesser der Sonne leicht, dies liegt an der erwähnten elliptischen Umlaufbahn der Erde. Das gezeigte Video löst die Sonnenscheibe nicht auf, es wird stark überbelichtet. Dieser Effekt ist aufgrund der Rayleigh-Streuung nah am Horizont nicht so stark, sodass dort bei überbelichteten Bildern der Sonnendurchmesser abnimmt. Dieses Problem kann mit der Verwendung von Sonnenfiltern, die problemlos erworben werden können, umgangen werden.

 

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